Flash-bender Reisser

Flashbender & Snoot DIY

Heute möchte ich euch eine kostengünstige Variante eines Flashbenders vorstellen. Man kann ihn auch als Snoot (Lichtformer) verwenden. Damit gelingt bei entsprechender Blitzeinstellung das Freistellen von Portraits mit dunklem Hintergrund – ohne entsprechende Studiobeleuchtung. Doch dazu später mehr.

Für den Bau brauchen wir folgende Materialien:

  • eine Sonnenschutzmatte für Autos (ab 1,49 EUR beim Baumarkt eures Vertrauens)
  • schwarzes Gaffer tape (Gafferband) oder Gewebeband
  • einen alten Drahtkleiderbügel (schwer zu biegen, bleibt aber auch in Form)
  • Klettband
  • Klebstoff

FlashbenderZuerst müsst ihr den Umfang des eigenen Blitzes ermitteln. Anschließend zeichnet ihr das ermittelte Maß auf die Matte. Will man den Reflektor später auch als Snoot nutzen, muss man zur Breite noch die Breite eines Klettbandes addieren.

Die Höhe ergibt sich aus der gewünschten Größe des Blitzreflektors mal zwei. Nach dem Ausschneiden hat man zwei gleich große Stücke. Auf dem einen fixiert ihr nun mit dem Klebeband den Draht.

Ich habe zwei Varianten ausprobiert: einmal den Draht u-förmig und einmal 2 Drahtstücke diagonal aufgeklebt. Es hängt davon ab, wie dick der verwendete Draht ist und welche Verformungen der Reflektor ermöglichen soll. Man kann es auch mit einem feinen Drahtnetz versuchen. Schließlich wird das zweite Reflektorstück mit Klebstoff so darauf geklebt, dass die eine Seite weiß, die andere silbern ist. Nun kann man für eine bessere Stabilität die Ränder mit Klebeband verstärken und an der Unterseite das Klettband anbringen. Das Gegenstück des Klettbandes klebt man um den Blitzkopf.


Wer nichts auf seinen Blitz kleben will, um den Wiederverkaufswert nicht zu beeinträchtigen, kann es mit den Neoprene Klettbänder von Behr versuchen. Das gibt es in einer Größe von 21 cm, was für meinen Nikon SB800 ausreichend war.

Für die Verwendung als Snoot muss man noch am Rand Klettband anbringen, um die Röhre vernünftig schließen zu können (bei der u-förmigen Drahtvariante ist das Verformen zum Snoot je nach Drahtdicke etwas schwer). Durch die große Reflektorfläche erreicht man ein schönes, gleichmäßiges Licht ohne die harten Reflexe und Schatten des direkten Blitzens.

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Ich bin Webdesigner und -developer, Hobbyfotograf und Kunsthistoriker mit einer Leidenschaft für Architektur- und Portraitfotografie. Die Fotoleidenschaft begann im Alter von 10 Jahren mit einer Canon FTP, die mich über 20 Jahre und einige 10.000 Fotos ohne Probleme begleitet hat. Seit dem Umstieg auf die Digitalfotografie bin ich nun ins Nikonlager gewechselt und habe diese Entscheidung nie bereut.

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